Finde deine innere Ruhe

In Zeiten, die uns herausfordern, uns innerlich aufwühlen und manchmal auch überfordern, scheint die innere Ruhe oft weit entfernt. Die Welt um uns herum ist laut, hektisch und ständig in Bewegung und auch unser Inneres spiegelt dieses Chaos wider. Vielleicht kennst du das Gefühl, wenn Gedanken rastlos kreisen, Ängste aufsteigen und du deine Mitte einfach nicht mehr spüren kannst.

Doch was, wenn ich dir sage, dass es möglich ist, selbst in turbulenten Zeiten einen Ort in dir zu finden, an dem Stille und Klarheit herrschen? Einen Raum, der unberührt bleibt von äußeren Umständen und inneren Stürmen. Denn genau dieser Raum existiert: Er ist in dir.

Innere Ruhe ist keine Fähigkeit, die nur wenigen vorbehalten ist. Sie ist dein natürlicher Zustand. Du hast ihn nicht verloren, du hast nur vergessen, wie du ihn erreichst. In diesem Beitrag möchte ich dich liebevoll daran erinnern, wie du jederzeit zurück in deine Mitte finden kannst, ganz gleich, was um dich herum geschieht.

Gemeinsam gehen wir Schritt für Schritt den Weg zurück in deine Klarheit, deine Gelassenheit und dein inneres Zuhause.

Warum es so schwer ist, innere Ruhe zu finden

Wenn du dich nach innerer Ruhe sehnst, kennst du sicher das Gefühl, dass dein Geist einfach nicht still werden will. Die Gedanken drehen sich ständig im Kreis, springen von einem Thema zum nächsten, und ehe du dich versiehst, bist du gefangen in einem Strudel aus Sorgen, Zweifeln und Ängsten. Vielleicht fragst du dich manchmal: Warum gelingt es mir nicht, einfach abzuschalten?

Ein wichtiger Grund dafür liegt darin, dass unser Verstand ständig damit beschäftigt ist, Kontrolle zu behalten. Wir versuchen instinktiv, uns in einer Welt zurechtzufinden, die uns oft überwältigend erscheint. Wir glauben, alles im Griff haben zu müssen und genau darin liegt die größte Herausforderung. Denn je stärker wir versuchen, Kontrolle über äußere Umstände zu erzwingen, desto größer wird die innere Anspannung.

Dabei vergessen wir häufig, dass wahre Sicherheit und innere Stabilität nicht durch Kontrolle über äußere Ereignisse entsteht, sondern durch Vertrauen in unsere innere Kraft. Doch dieses Vertrauen kann nur entstehen, wenn wir bereit sind, loszulassen und genau das fällt uns schwer.

Ein weiterer Aspekt, der uns die innere Ruhe erschwert, sind die ständigen Reize, denen wir täglich ausgesetzt sind. Nachrichten, soziale Medien, Erwartungen anderer Menschen, all das prasselt ununterbrochen auf uns ein und zieht unsere Aufmerksamkeit nach außen. Unser Fokus liegt permanent auf dem, was außerhalb von uns geschieht, sodass wir den Kontakt zu unserem inneren Ruhepol immer wieder verlieren.

Hinzu kommt, dass wir uns in Krisenzeiten oft mehr mit dem Problem beschäftigen als mit der Lösung. Unsere Aufmerksamkeit bleibt am Schmerzpunkt hängen, wodurch sich unser emotionales Leid intensiviert. Wir halten fest an dem, was uns belastet, anstatt uns bewusst auf das auszurichten, was uns innerlich stärkt und nährt.

Doch gerade in diesem bewussten Perspektivwechsel liegt der erste wichtige Schritt, um wieder zurück in deine innere Ruhe zu finden. Und genau hier setzt unsere Reise an.

 

Die Kraft des Annehmens – Ruhe beginnt mit Akzeptanz

In Momenten innerer Unruhe liegt unsere größte Herausforderung oft darin, die aktuelle Situation nicht akzeptieren zu wollen. Vielleicht kennst du das aus eigener Erfahrung: Etwas geschieht, das dir nicht gefällt, und sofort entsteht Widerstand. Dein Geist fängt an, gegen die Realität zu kämpfen und nach Lösungen zu suchen, um diesen Zustand möglichst schnell zu verändern.

Doch je stärker du gegen etwas ankämpfst, desto größer wird die innere Spannung, die du empfindest. Es ist, als würdest du gegen eine Tür drücken, die sich nach innen öffnet und je mehr du dagegen drückst, desto stärker verschließt sich die Tür. Erst in dem Moment, in dem du innehältst und akzeptierst, was gerade ist, öffnet sich die Tür ganz von selbst. Genau so verhält es sich mit deiner inneren Ruhe.

Akzeptanz bedeutet nicht, dass du alles gutheißen oder passiv bleiben musst. Es bedeutet vielmehr, dass du aufhörst, dich gegen die Realität aufzulehnen. Du erkennst an, was gerade geschieht, und hörst auf, dagegen zu kämpfen. Durch diese einfache, aber kraftvolle Entscheidung entsteht unmittelbar Raum in dir. Ein Raum, der sich anfühlt wie ein tiefer Atemzug, ein Moment der Erleichterung.

Vielleicht fragst du dich jetzt: Wie gelingt mir diese Akzeptanz in der Praxis?

Hier möchte ich dir eine einfache Übung vorstellen, die dir hilft, dich bewusst im Annehmen zu üben:

Übung: „Ich sehe dich – Alles darf sein“

Wann immer du merkst, dass du innerlich kämpfst oder Widerstand gegen etwas empfindest, halte kurz inne und atme ganz bewusst tief ein und wieder aus.

Beim Einatmen sage innerlich zu dir selbst:
„Ich sehe dich.“

Beim Ausatmen ergänze sanft:
„Alles darf sein.“

Wiederhole diese kurzen, einfachen Sätze langsam und in deinem eigenen Rhythmus einige Male. Durch diese Worte öffnest du einen Raum, in dem alles da sein darf: dein Empfinden, deine Situation, dein Jetzt.

So kannst du unmittelbar erfahren, wie der Druck und die Anspannung nachlassen und innere Ruhe wieder spürbar wird. Diese Praxis begleitet dich sanft und klar zurück in deinen inneren Frieden.

 

Die Stille als Kraftquelle – zurück in deine Mitte finden

Die meisten Menschen verbinden mit dem Wort „Stille“ eine äußere Abwesenheit von Geräuschen, einen Zustand, in dem nichts zu hören ist. Doch die Stille, von der ich hier spreche, ist etwas anderes. Sie ist nicht allein das Fehlen von äußeren Reizen. Sie ist vielmehr ein Zustand innerer Klarheit und Präsenz, der immer verfügbar ist, egal wie turbulent oder laut das Leben gerade erscheint.

Oft meiden wir bewusst oder unbewusst genau diese innere Stille. Warum? Weil wir Angst haben, in ihr unserer eigenen Wahrheit zu begegnen. Wir fürchten uns davor, plötzlich mit Gedanken, Gefühlen oder Erinnerungen konfrontiert zu werden, die wir lieber verdrängen würden. So suchen wir ständig Ablenkung und betäuben uns mit Aktivitäten, Geräuschen oder Konsum. Doch je mehr wir uns von der inneren Stille entfernen, desto größer wird unsere Sehnsucht nach ihr.

Denn in der Stille finden wir all das, was wir so dringend suchen: Klarheit, Ruhe und Verbindung mit uns selbst. Die Stille ist der Ort in uns, der von äußeren Einflüssen unberührt bleibt. Ein Raum, in dem wir zu uns zurückkehren und Kraft tanken können.

Die gute Nachricht ist: Du brauchst keine stundenlange Meditation oder absolute Ruhe, um diesen Raum zu betreten. Es genügt schon ein einziger bewusster Moment, ein paar tiefe Atemzüge, um in deine innere Stille einzutauchen und dich zu zentrieren.

Hier eine kurze Atemübung, die dir sofortige Beruhigung und Klarheit schenken kann:

Übung: „In die innere Stille eintauchen“

Setze oder stelle dich bequem hin und schließe kurz deine Augen. Richte deine Aufmerksamkeit bewusst auf deinen Atem. Spüre, wie dein Atem ein- und wieder ausströmt. Atme tief und sanft.

Bei jedem Einatmen sage innerlich zu dir:
„Ich bin hier.“

Und bei jedem Ausatmen ergänze sanft:
„Ich bin jetzt.“

Bleibe einige Momente bei diesem einfachen Rhythmus. Lasse alle Gedanken vorbeiziehen, ohne ihnen zu folgen. Deine Aufmerksamkeit ist vollkommen auf deine Atmung gerichtet.

Schon nach wenigen Atemzügen wirst du spüren, wie dein Geist ruhiger wird und dein Körper sich entspannt. Du bist in diesem Moment in deiner inneren Stille angekommen. Von hier aus kannst du neue Kraft schöpfen und klarer erkennen, was du gerade brauchst.

Nutze diese Übung regelmäßig, um dich bewusst mit deiner inneren Stille zu verbinden. Sie wird dich zuverlässig zurück in deine Mitte führen, wann immer du es brauchst.

 

Deine innere Stimme stärken – vom Kopf zurück ins Herz

In turbulenten Zeiten verlierst du leicht die Verbindung zu deiner inneren Stimme, jener liebevollen und weisen Instanz in dir, die dir sanft und klar den Weg weist. Stattdessen übernimmt dein Verstand die Führung, analysiert unablässig Situationen, bewertet jede Kleinigkeit und versucht krampfhaft, Lösungen zu finden. Doch häufig sorgt genau das für noch mehr Chaos und Unsicherheit, weil du den Zugang zu deiner Intuition verlierst.

Deine Intuition, die Stimme deines Herzens, spricht leiser als dein Verstand. Sie drängt sich nicht auf, schreit nicht laut, fordert keine sofortige Handlung. Sie spricht vielmehr in ruhigen Impulsen, Gefühlen oder inneren Bildern. Weil du jedoch in stressigen Phasen häufig von Gedanken überflutet bist, ist es gar nicht so einfach, diese sanfte Stimme wahrzunehmen.

Dabei ist es genau diese innere Stimme, die dich sicher durch jede Herausforderung führt. Sie weiß, was du brauchst, was dir guttut und welche Entscheidung stimmig für dich ist. Je stärker du dich mit deiner Intuition verbindest, desto leichter findest du zurück zu deiner inneren Ruhe.

Vielleicht fragst du dich jetzt: Wie schaffe ich es, diese Verbindung wiederherzustellen?

Ich möchte dir eine sehr einfache, aber wirkungsvolle intuitive Schreibübung zeigen, mit der du dich direkt mit deiner inneren Weisheit verbindest und deine Gedanken klärst:

Übung: „Botschaft aus deinem Herzen“

Nimm dir ein Blatt Papier und einen Stift und zieh dich für wenige Minuten zurück. Schließe kurz die Augen, atme tief ein und aus, und lege dabei eine Hand auf dein Herz. Spüre bewusst den Kontakt zu deinem Herzen und sage innerlich zu dir selbst:

„Ich bin bereit, meine innere Stimme zu hören.“

Öffne deine Augen und schreibe dann spontan und ohne zu überlegen alles auf, was dir einfällt. Beginne mit den Worten:

„Mein Herz möchte mir sagen…“

Schreibe einfach weiter, ohne zu bewerten, ohne zu korrigieren und ohne zu stoppen. Lass alles fließen, was gerade kommen möchte. Es ist egal, ob es zunächst keinen Sinn ergibt. Dein Herz spricht oft in Bildern, Symbolen oder kurzen Impulsen.

Wenn du das Gefühl hast, alles gesagt zu haben, lies die Zeilen durch und spüre nach, welche Botschaft dein Herz für dich bereithält. Vielleicht erhältst du eine ganz konkrete Erkenntnis oder eine sanfte, liebevolle Erinnerung an das, was gerade wichtig ist.

Je öfter du diese Übung machst, desto leichter fällt es dir, deiner Intuition zu vertrauen. Du wirst spüren, wie die Klarheit und innere Ruhe zurückkehrt und dein Herz dich liebevoll durch jede turbulente Zeit trägt.

 

Alltagstipps für mehr innere Ruhe

Es sind oft die kleinen Dinge, die den größten Unterschied machen, besonders, wenn es um deine innere Ruhe geht. Um dauerhaft gelassener zu sein, reichen schon kleine, regelmäßige Veränderungen in deinem Alltag. Hier sind drei einfache, aber wirkungsvolle Impulse, die du täglich nutzen kannst:

1. Bewusste Erdung am Morgen
Beginne jeden Tag damit, deine Füße bewusst auf dem Boden zu spüren. Stelle dir vor, wie tiefe Wurzeln von deinen Füßen in die Erde wachsen und dir Stabilität und Ruhe schenken. Diese kleine Übung hilft dir, kraftvoll und geerdet in den Tag zu starten.

2. Weniger ist mehr – Reduziere äußere Reize
Werde dir bewusst, welche Reize dich täglich überfluten, und reduziere sie bewusst. Weniger Nachrichten, weniger Social Media, weniger Ablenkung. Je bewusster du deinen Tag gestaltest, desto ruhiger und klarer wird dein Geist.

3. Kleine Rituale schaffen
Integriere kurze Momente der Ruhe und Besinnung in deinen Alltag. Eine Tasse Tee am Nachmittag, ein bewusster Atemzug zwischen zwei Terminen, oder eine kleine Dankbarkeitsübung am Abend können dir helfen, dich immer wieder in deiner inneren Mitte zu verankern.

Diese einfachen Tipps unterstützen dich dabei, deine innere Ruhe kontinuierlich zu stärken und gelassener durch turbulente Zeiten zu gehen.

 

Fazit & Einladung zur Reflexion

Innere Ruhe ist kein ferner Zustand, den du erst mühsam erreichen musst, sie ist bereits jetzt in dir. Sie wartet geduldig darauf, dass du dir erlaubst, den Blick nach innen zu richten und den Moment anzunehmen, so wie er ist.

Jede kleine Übung, jede bewusste Entscheidung und jede Sekunde, in der du dich mit deiner inneren Stille verbindest, stärkt diesen Ort in dir. Vielleicht gelingt es dir nicht immer sofort, und vielleicht gibt es Tage, an denen alles schwerer erscheint. Doch gerade dann sei sanft zu dir und erinnere dich daran, dass du jederzeit neu beginnen kannst.

Ich lade dich jetzt ein, einen Moment innezuhalten und dir diese Frage ehrlich zu beantworten:

„Welcher der Impulse oder Übungen hat mich heute besonders berührt? Welche möchte ich gleich heute ausprobieren?“

Lass diese Frage tief in dir wirken und spüre nach, was dein Herz dir antwortet.

 

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Iris_Paul

Hallo, ich bin Iris!

In meinem Blog teile ich Impulse, die dich zurück zu dir selbst führen.

Es geht um Selbstliebe, innere Klarheit, gelebte Achtsamkeit und darum, deinen eigenen Weg zu finden.

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