Selbstmotivation und die Kunst, sich selbst zu motivieren

Laut Definition ist Motivation „die Gesamtheit der Beweggründe bzw. Einflüsse, die zu eine Handlung oder eine Entscheidung anregen“.
So sagt der schlaue Duden.

Selbstmotivation ist also eine Möglichkeit, sich ohne fremde Einflüsse zu einer Handlung anzuspornen oder eine Entscheidung mit Überzeugung zu treffen.

Sich selbst zu motivieren, ist eine Kunstform, denn der Mensch ist es gewöhnt, sich durch äußere Einflüsse leiten zu lassen. Das ist auch durchaus nachvollziehbar. Wenn du etwas tust und dir jemand sagt, dass du das gut gemacht hast, dann motiviert dich das, den nächsten Schritt zu gehen und eine neue Aufgabe zu übernehmen. Du hoffst, danach erneut gelobt zu werden. Doch ist Motivation wirklich davon abhängig, dass andere Menschen dir sprichwörtlich auf die Schulter klopfen? Natürlich tut das gut, aber bringt auch eine gewisse emotionale Abhängigkeit mit sich, denn das würde im Umkehrschluss nämlich bedeuten, dass deine Motivation sinkt, wenn du mal nicht mit anerkennenden Worten bedacht wirst. Dein Antrieb lässt nach und die nächste Aufgabe fällt dir schwerer. Das muss so nicht sein!

Selbstmotivation ist ein Prozess

Es gibt viele Möglichkeiten, sich selbst zu motivieren und alle anstehenden Aufgaben mit Energie, Freude und positivem Aktionismus durchzuführen – absolut unabhängig davon, ob diese Leistungen von außen anerkannt werden oder nicht. Sich selbst zu motivieren ist ein Prozess, den du ganz aktiv einsetzen und erleben solltest. Nur so wirst du die Kraft, die du daraus gewinnst, auch bewusst wahrnehmen.

Doch wie motivierst du dich denn nun selbst?

Selbstmotivation kann alles sein, was dich in die Lage versetzt, etwas aus eigenem, inneren Antrieb zu tun und dich ganz für dich alleine am Erfolg zu erfreuen. Die eigene Motivation ist immer daran gekoppelt, was du gerne machst und was dich persönlich erfreut. Sie kann also für jeden Menschen anders aussehen. Die einfachste Form, sich selbst zu motivieren ist sicherlich, sich selbst eine Belohnung in Aussicht zu stellen. Setze dir ein Ziel und vereinbare mit dir selbst eine Anerkennung, die du dir gönnst, wenn du die Aufgabe bewältigt hast. Dies muss nicht zwingend mit finanziellen Mitteln erfolgen.

 

Der Erfolg liegt in dir und bedarf keiner äußeren Einflüsse

Ein Beispiel: Die Steuererklärung wird fällig. Eine Aufgabe, die wahrscheinlich den wenigsten Menschen wirklich Spaß bereitet, dennoch muss sie gemacht werden. Vereinbare mit dir einen festen Termin, an dem du diese Aufgabe in Angriff nimmst. Parallel überlegst du dir genau, womit du dich direkt im Anschluss belohnen möchtest.

  • Gehst du gerne ins Kino, dann reserviere dir Karten.
  • Liest du gerne ein Buch, dann kannst du dies durchaus bereits vorher kaufen, aber mit dem Lesen solltest du erst beginnen, wenn deine Steuererklärung fertig ist.
  • Oder gehst du gerne in der Natur spazieren? Dann nimm dir nach deiner Steuererklärung nichts anderes vor, sondern schnapp dir deinen Partner oder einen guten Freund und laufe zwei Stunden durch den Wald.

Wichtig ist hierbei, dass deine Belohnung zeitnah zum Ereignis steht. So konditionierst du dich selbst auf positive Weise. Wenn du jetzt etwas schaffst, dann kannst du danach etwas Schönes tun oder dir etwas gönnen, was du schon lange haben wolltest.

Du wirst schnell bemerken, wie dir auch noch so unangenehme Aufgaben leichter fallen werden, wenn nach der Aufgabe ein angenehmer Ausgleich steht. Ein schlechtes Gewissen, weil du dir etwas gönnst, brauchst du nicht zu haben, denn du hast ja auch etwas geleistet. Dieses Prinzip funktioniert für jede Aufgabe, völlig unabhängig von der Anerkennung Dritter. Je besser du dich selbst motivieren kannst, desto freier bist du in deinem Denken und Handeln. Du bist auf äußere Einflüsse und motivierende Worte von anderen Menschen überhaupt nicht mehr angewiesen. Du übernimmst auch unangenehme Aufgaben mit einem Lächeln, weil du weißt, dass danach etwas Positives auf dich wartet. Mit diesem Wissen wird dir jede Aufgabe leichter von der Hand gehen. Du genießt die Freiheit, deine Leistung selbst zu belohnen. Dies hat nichts mit Egoismus oder Eigenlob zu tun. Es ist vielmehr ein respektvoller Umgang mit der eigenen Leistung und es spricht überhaupt nichts dagegen, sich selbst etwas Gutes zu tun. Mit diesem Ziel vor Augen stellt auch die nächste Steuererklärung keine Hürde mehr dar.

 

Alles ist möglich. Du musst es nur wollen!

 

Auf welche Weise motivierst du dich?
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